Anwendungsgebiet Telepathologie

Die Telepathologie befasst sich primär mit der Fernübertragung und der Analyse von Mikroskop- und Laborbefunden.
Durch die bildgestützte Übertragung ist es einem bereitgehaltenen Pathologen eines entfernten Krankenhauses oder Labors möglich, das sich unter dem Mikroskop befindliche Gewebe zu untersuchen und dem behandelnden Arzt das Ergebnis der Untersuchung sofort zu übermitteln. Im Normalfall müsste das entsprechende Gewebe erst eingeschickt werden. Somit kann sich durch den entfallenden Transportweg und die damit eingesparte Zeit ein deutlicher medizinischer Vorteil ergeben. Dieser positive Effekt wird vor allem bei Operationen deutlich, da es oft sehr wichtig, sehr schnell festzustellen, ob ein Gewebe bösartig oder gutartig ist.
Die Telepathologie wird grundsätzlich in die beiden Teilgebiete statische und dynamische Telepathologie unterschieden. Die statische Telepathologie befasst sich mit der Auswahl relevanten Bildmaterials durch die operierenden Ärzte und der Übertragung an den Telepathologen via ISDN, Internet, FTP oder E-Mail-Versand. Gleichzeitig oder „offline“ kann ein auditiver Informationsaustausch stattfinden. Da die Gewebeentnahme nicht in die Handlungsmacht des Telepathologen fällt, ist er rein verantwortlich für die Auswertung des ihm zugesandten Bildmaterials. Die dynamische Telepathologie hingegen ist technologisch gesehen auf einem höheren Level angesiedelt, als die statische Telepathologie. Erhöhte Schwierigkeit stellt dabei die Fernsteuerung eines Mikroskops dar. Zusätzlich müssen die Bilddokumentation und die automatische Bildübertragung einwandfrei erfolgen.


Quelle: Marien Hospital Düsseldorf
http://www.youtube.com/watch?v=GqDk72KDFz4