Recht und Finanzierung in der Telemedizin

In dieser Unterkategorie möchten wir Ihnen eine klare Übersicht über aktuelle Gesetzestexte sowie die dazugehörigen Paragraphen, die für die Telemedizin relevant sind, geben. Überdies erfahren Sie hier alles über Abrechnungs- bzw. Finanzierungsmöglichkeiten telemedizinischer Leistungen.


E-Health-Gesetz
Das "Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen (E-Health-Gesetz)" enthält einen Fahrplan für die Einführung einer digitalen Infrastruktur mit höchsten Sicherheitsstandards und die Einführung nutzbringender Anwendungen auf der elektronischen Gesundheitskarte. Weiterlesen

Gesetzentwurf der Bundesregierung: Entwurf eines Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen ("E-Health-Gesetz", Stand: 22.06.2015)
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Erste telemedizinische Leistungen in der Regelversorgung abrechenbar
Seit April 2016 werden niedergelassene Ärzte erstmals telemedizinische Leistungen nach dem Einheitlichem Bewertungsmaßstab (EBM) abrechnen können. Konkret geht es um die Herzschrittmacherkontrolle, die ab 1. April 2016 im EBM abgebildet sein wird. Dr. Siegfried Jedamzik, Geschäftsführer der Bayerischen TelemedAllianz, freut sich über die Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses (EBA), sieht aber noch großen Handlungsbedarf. „In Pilotprojekten haben sich bereits zahlreiche telemedizinische Leistungen als wertvolle Ergänzung zur Versorgung erwiesen“, so Jedamzik. „Ich hoffe, dass dies zeitnah gewürdigt wird und telemedizinische Leistungen ein fester Bestandteil des EBM werden.“

Weitere telemedizinische Leistung in der Regelversorgung: Die Online-Videosprechstunde
Seit dem 1. April 2017 kann die Online-Videosprechstunden durchgeführt und nach dem Einheitlichem Bewertungsmaßstab (EBM) abgerechnet werden. Damit ist eine Forderung des E-Health-Gesetzes umgesetzt worden. Zertifizierte Videodienstanbieter sichern den technischen Ablauf, sodass Ärzte Ihren Patienten aus der Ferne via Bildschirmtelefonie bspw. eine Therapie erklären oder eine Wunde begutachten können. Zunächst ist die Verwendung auf spezifische Arztgruppen und Indikationen beschränkt. Ein Ausbau ist jedoch vorgesehen.

Weitere Informationen zu den Fachgruppen, den Indikationen, den neuen Gebührenordnungspositionen sowie den technischen und fachlichen Anforderungen finden Sie unter:www.kbv.de/html/videosprechstunde.php

Aktuelle Pressemitteilungen:

10.04.17: Video: n-tv Ratgeber - So funktioniert die Videosprechstunde

24.02.17: Vergütung für Videosprechstunde festgelegt

23.02.17: Vergütung für Videosprechstunde geregelt - Start schon im April

03.12.15: eHealth-Gesetz vom Bundestag verabschiedet

01.02.15: Der QMS – Qualitätsring Medizinische Software e.V. bewertet den vorliegenden Referentenentwurf des Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen
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